Rund ums Reisen
La vie en rose – 3 Tage Kurztrip nach Paris
Linz Airport
Stadt der Liebe, Stadt der Lichter, Fashion-Metropole und Hochburg der kulinarischen Genüsse: Paris verzaubert seit jeher mit einzigartigem Charme und lockt jährlich Millionen von Reisenden ans Ufer der Seine. Viele kommen mehr als einmal, denn der immensen Vielfalt an Kultur, Architektur und Gaumenfreuden wird man mit einem einzigen Besuch kaum gerecht – außerdem büßt die französische Hauptstadt auch beim zehnten Besuch nichts von ihrem Zauber ein.
Von Linz aus fliegt man über das Drehkreuz Frankfurt im Handumdrehen nach Paris. So lässt sich auch ein Kurztrip ganz entspannt planen und drei Tage genießen wie Gott in Frankreich. Wie man ein solch verlängertes Wochenende in der französischen Hauptstadt am besten auskosten kann, verraten wir in diesem Artikel.
Zu Fuß, per Rad und unter der Erde – unterwegs in Paris
An Fortbewegungsmöglichkeiten mangelt es in Paris nicht, deshalb lässt sich auch in wenigen Tagen sehr viel von der Stadt entdecken. Insbesondere die Métro darf man sich nicht entgehen lassen. Mehr als 300 Stationen, in kurzer Distanz zueinander, formen ein engmaschiges Netz unter dem Stadtzentrum und auch von Bezirken weiter außen gelangt man damit schnell und günstig in die Innenstadt. Auch die Stationen selbst sind echte Hingucker, so zum Beispiel die Station Gare de Lyon oder Arts et Métier.
Am meisten von der Stadt sieht man allerdings beim entspannten Schlendern durch die Gassen, beim mutigen Abtauchen in unbekannte Straßen und spontanen Verweilen an verträumten Plätzen. Weil der Stadtkern von Paris für eine Metropole vergleichsweise klein ist, lässt er sich auch sehr gut zu Fuß erkunden – so bekommt man ein besseres Gefühl für die Stadt und verpasst kein einziges fotogenes Detail. Wie auch in anderen europäischen Großstädten, gibt es auch in Paris die Möglichkeit Geschichte und Stadt mit Free Walking Tours in Paris zu entdecken. Hier erkundet man mit einem “lokalen Freund” auch andere Seiten der Stadt.
Wer zwischendurch seinen Füßen eine Pause gönnen möchte und sich den französischen Verkehr zutraut, kann sich an einem der zahlreichen öffentlichen Fahrradstationen auch einen Drahtesel ausleihen (etwa 5€ pro Tag) und hoch zu Ross die Champs Elysee hinunter- und an der Seine entlang “reiten”.
Architek-Tour de France – der erste Tag
Tag eins beginnt mit einem morgendlichen petit déjeuner in einer der zahlreichen Bäckereien. Von Croissant, Baguette und Café au lait gestärkt und vielleicht mit einer Jause für den spannenden Tag im Gepäck, machen wir uns auf zu einigen wahren architektonischen Juwelen. Mit der Métro geht es zuerst zum Arc de Triomphe. In der Mitteninsel, des für seinen ständigen Verkehrschaos bekannten Place Charles de Gaulle, erhebt sich die von unten betrachtet beeindruckende Konstruktion. Seine wahren Qualitäten offenbart er jedoch bei der Besichtigung der Aussichtsterrasse. Von hier oben lässt sich fast das ganze Zentrum überblicken. Besonders sind die von ihm wegführenden strahlenförmig angeordneten Straßen, die dem Place de l´étoile (“Platz des Sterns”) seinen Namen geben. Übrigens, der Eintritt ist für EU-Bürger unter 26 Jahren gratis.
Von hier aus – optional ein wohlbekanntes Liedchen summend – spazieren wir die Champs Elysée hinab, vorbei an schicken Boutiquen und eleganten Bars, bis zum Place de la Concorde und ans Ufer der Seine. Die fast zwei Kilometer lange Promenade ist großteils Fußgängerzone und ein beliebter Ort der Pariser Bevölkerung zum Schlendern, Joggen, Trinken und Genießen.
Einen Abstecher ins Musée d’Orsay mit der größten Sammlung impressionistischer Maler wie Renoir, Monet oder Van Gogh sollte man hier unbedingt einplanen. Vorbei an zahlreichen imposanten Brücken, wie der Pont Neuf und der Pont des Arts (die aufgrund von Einsturzgefahr leider von ihren berühmten Liebesschlössern befreit werden musste) vorbei, gelangt man zur Ile de la Cité, einer von drei Inseln im Stadtgebiet. Hier ragt die berühmte Notre Dame über den ältesten Teil von Paris. Trotz des verheerenden Brandes im Frühjahr 2019 ist die Kathedrale ein Must-See und wird hoffentlich nach dem Wiederaufbau bald wieder voll zugänglich sein.
Eine Schifffahrt auf der Seine rundet den ersten Tag perfekt ab – am besten in der Abenddämmerung, wenn die Beleuchtung angeht, der Eiffelturm funkelt und Paris seinem Namen als Stadt der Lichter alle Ehre macht.
Von Türmen, Pyramiden und Windmühlen – der zweite Tag
Heute geht es zu einigen der ungeschlagenen Favoriten von Paris-Reisenden. An erster Stelle? Ganz klar der Eiffelturm. Für die Weltausstellung 1900 erbaut und zu dieser Zeit noch harscher Kritik weiten Teilen der Bevölkerung ausgesetzt, ist die 330 Meter hohe Eisenkonstruktion mittlerweile eine Ikone und weltweit das Paris-Symbol schlechthin. Wer sich den Blick von oben nicht nehmen lassen möchte, sollte seine Tickets schon frühzeitig online buchen, um stundenlanges Anstehen vor Ort zu umgehen.
Die zweite Ikone der Stadt hat die Form einer Pyramide, die unter ihrem gläsernen Dach Einlass in eine der wichtigsten Kunstsammlungen weltweit gewährt. Ein Besuch des Louvre kann gut und gerne einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich das berühmteste Bild der Ausstellung, die Mona Lisa mit ihrem geheimnisvollen Lächeln. Wer nicht so viel Zeit hat, bucht auch hier am besten Tickets im Voraus und nimmt an der eineinhalb Stunden langen „Louvre Masterpieces“-Tour teil, die sich einfach und kostenlos über die hauseigene App downloaden lässt. Empfehlenswert ist auch die Anschaffung eines Paris Passes, so zahlt man nur einmal und kann dann aus über 55 Top-Sehenswürdigkeiten, Museen und Touren auswählen.
Den Tag lässt man am besten bei einem Spaziergang durch das Künstlerviertel Montmartre ausklingen. Dieses Viertel, mit 130 Metern der höchste natürliche Punkt in Paris, hat sich mit seinen vielen kleinen Gassen, den Malern und Straßenkünstlern den dörflichen Charme bewahrt. Hier spürt man immer noch die Präsenz der berühmten Maler wie Toulouse-Lautrec, Picasso oder Van Gogh. Ganz oben thront die malerische Kirche Sacré Coeur, von wo sich ein faszinierender Ausblick auf ganz Paris bietet. Ein weniger heiliges Wahrzeichen der Stadt befindet sich ebenso im Künstlerviertel: das Moulin Rouge, mit seiner roten Windmühle am Dach. Der Besuch einer Cabaret Show ist ein einzigartiges Erlebnis und lässt sich außerdem perfekt mit einem 3-Gänge-Dinner kombinieren.
Savoir-vivre für Profis – der dritte Tag
Am letzten Tag des Kurztrips nach Paris wird noch einmal ausgiebig geschlendert, geschlemmt und gestaunt. Denn das Savoir-vivre – der französische Lebensstil – ist nicht umsonst ein untrennbarer Teil der Stadt. Deshalb folgen wir unseren Füßen heute in einige besonders romantische und kulinarisch interessante Stadtteile: das Marais und das Quartier Latin. Diese historischen Viertel sind ideal, um sich treiben zu lassen, das Pariser Leben hautnah zu beobachten und sich von den unzähligen kleinen Cafés, Restaurants, Galerien und malerischen Ecken verführen zu lassen.
Mit einer feinen Auswahl an Köstlichkeiten aus der Patisserie – Macaron, Éclaire, Pain au chocolat - bereits die Namen zergehen süß auf der Zunge - spaziert und verweilt es sich ganz wunderbar in einem der prächtigen Gärten der Stadt. Der Jardin de Luxembourg oder der Jardin de Tuileries sind zwei besonders schmucke Empfehlungen, in denen sich inmitten der Großstadt ein bisschen Natur tanken, der Kurztrip in Paris Revue passieren und letzte spontane Pläne schmieden lassen, bevor es wieder zurück nachhause geht.
Fazit: Paris ist immer einen Kurztrip wert
Wochen, ja Monate könnte man in dieser Stadt verbringen und ihr trotzdem nicht müde werden. Doch auch in drei Tagen lässt sich hier sehr viel Wunderbares erleben, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen und den Zauber der Stadt in sich aufnehmen.
Inspiration bekommen für einen Kurzurlaub?
In unserem Flugplan finden sich viele Möglichkeiten für eine Städtereise bei denen sich in wenig Zeit viel erleben lässt.
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